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Beiträge markiert mit ‘Schuh-ABC’

Schuh ABC: Ecraséleder

Haben Sie schonmal von Ecraseleder gehört? Nein, das macht nichts, denn gesehen haben sie es sicher schon einmal. Unter Ecraseleder versteht man eine bestimmte Schrumpflederart, die sich durch ein besonders deutliches Narbenbild auszeichnet. Die oft gekräuselten und erhabenen Narben im Leder entstehen durch eine bestimmte Art der Gerbung. Dabei schrumpft das Leder so zusammen, das höherstehende Wülste entstehen. Bei dem anschliessenden Färben durch Schwamm oder Bürste werden nur die hochstehenden Lederpartien eingefärbt, wodurch sich der dreidimensionale Effekt nochmal verstärkt. Danach wird das Leder wieder geglättet und das Leder wird durch bügeln auf Hochglanz poliert. Die ungefärbten Partien sind jetzt als feine Adern zu sehen. Ecraseleder wird meist aus den Häuten von Ziege oder Kalb, also aus dünnem Leder hergestellt.

Schuh ABC: Docksider

Nicht nur hochseetauglich, sondern auch modisch ganz weit vorne dabei sind Sie mit Docksidern. Bereits im Jahre 1935 erfand sie Paul Sperry. Docksider werden auch Segelschuhe oder Bootsschuhe genannt und sind eine Weiterentwicklung der klassischen Mokkasins. Die von Sperry entwickelten Schuhe waren damals die ersten, die speziell für den Bootsmarkt entwickelt wurden. Sperry war selber Segler und erkannte die Gefahr auf den glatten, feuchten Planken mit rutschigen Schuhen zu laufen. Seine Designversuche wurden massgeblich durch seinen Cocker Spaniel Prince beeinflusst. Als ihm auffiel, welch gute Bodenhaftung der Hund auf rutschigem Eis hatte, überkam ihm die Idee, eine Sohle mit Profil, die einer Hundepfote ähnlich ist zu entwickeln. Er entschied sich für ein Muster im Fischgrät- oder Messer-Format. Sein Schuh erfreute sich schnell wachsender Beliebtheit, nicht nur, weil er rutschfest war, sondern auch weil er durch die weiße Sohle keine hässlichen Spuren auf Deck hinterliess. Inzwischen gilt der Segelschuh, oder auch …

Schuh ABC: elegante Derby-Schuhe

 

Als Derby Schuhe bezeichnet man einen klassische Schuh, der geschnürt ist. Typisch ist die offene Schnürweise und der Derbyschaftschnitt. Als Derbyschnitt bezeichnet man die beiden seitlichen, von der Ferse kommenden Seitenteile, die oben durch die Schnürung zusammengehalten werden.

Der Derby wird auch Gibson oder Moliere genannt. Der Derby wurde zu beginn des 19. Jahrhunderts populär und gehört seitdem zu den klassischen Herrenschuhen. Besonders typisch ist der Schaftschnitt, der diesen Schuh zu einem der bequemsten Herrenschuhe macht. Denn auch bei einem hohen Frist engt er den Fuß nicht ein.

Darin unterscheidet sich der Derby von anderen klassischen Herrenschuhen, die grundsätzlich einen anderen Schnitt haben, wie z.B. der Budapester.

Derbies kommen unverziert, mit Lochung oder Kappe vor und sind so auch recht vielfältig. Im Vergleich zum Oxford gelten Derby Schuhe als eher sportliche, nicht so elegante Schuhmodelle. Derbys können sowohl mit Businesskleidung als auch mit Jeans kombiniert werden. Die …

Schuh ABC: Decksohle

 

Wer glaubt, ein Schuh kommt mit einer Sohle aus, der hat sich gründlich getäuscht. Je nach Schuhaufbau liegen etwa vier Sohlen mit verschiedenen Funktionen im inneren Ihres Schuhs versteckt.

Dabei dreht sich eigentlich alles um die Brandsohle (siehe Schuhe ABC). Ihre Qualität bestimmt zum großen Maße, wie der weitere Schuh aufgebaut ist. Bei sehr hochwertigen, rahmengenähten Schuhen ist die Brandsohle aus festem Leder und alle anderen weitere Schuhteile sind an ihr befestig. Dann braucht der Schuh keine weitere Innenausstattung.

Bei industriell gefertigten Schuhen ist die Brandsohle heute jedoch oft aus Kunststoff und nicht atmungsaktiv. Dann kommt die Decksohle ins Spiel. Sie ist eine Abdeckung der Brandsohle aus Futterleder. Sie dient nicht nur der Bequemlichkeit, sondern nimmt auch Fußschweiß auf. Also steht die Decksohle in direktem Kontakt mit dem Fuß. Die Brandsohle trägt meist auch die Größen- und Markenbezeichnung.

Schuh ABC: Clogs

 

Klick, klock, klick, klock: Das ist das typische Geräusch, das Holzschuhe machen, wenn jemanden in ihnen herumläuft. Und genau nach diesem Geräusch wurden sie auch benannt, die Clogs.

Clogs sind pantoffelartige Schuhe mit Holzsohle, die von Frauen und Männern getragen werden können, auch wenn sie heutzutage bei den Damen wesentlich beliebter sind. Ursprünglich als Arbeitsschuh in Holland und Skandinavien entwickelt, erfreuen sich die Holzpantoletten bis heute besonders in diesen Länder allergrößter Beliebtheit.

Das Vorderblatt der Clogs besteht meist aus Leder, kann aber auch aus Leinen oder anderen Textilien bestehen. Die Sohle besteht traditionell aus Leder wird aber heute auch gerne durch leichtere Materialien ersetzt.

In ganz Europa waren die Clogs während der 1970er Jahre besonders beliebt. Der Holzschuh war zunächst hochmodisch und erhielt dann auch Einzug in den Bereich der Arbeitskleidung. In Küchen und Krankenhäusern sind die Pantoletten nicht wegzudenken. Aber auch in der Mode erlebt der klackernde …

Schuh ABC: D’Orsay

 

Orsay, Orsay, das klingt schick und französisch. Ist es auch. Denn als D’Orsay bezeichnet man einen besonders femininen Pumps, bei dem allerdings nur Ballen und Ferse vom Leder umschlossen sind. Der Mittelfuß bleibt frei und so gewährt der Schuh interessante Einblicke.

Diese Schuhform wird oft als besonders sexy empfunden, was wohl an der Sparsamkeit beim Materialeinsatz liegt. Eventuell auch an schönen, freigelegten Mittelfüßen. Der D’Orsay kann auch mit Riemchen verziert sein und ähnelt dann dem Mary Jane. Die Form des D’Orsay eignet sich mit ihrem raffinierten Schnitt besonders gut als Schuh zu Abendmode und anderen festlichen Anlässen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schuh ABC: Chopine

 

Für unser heutiges Schuh ABC machen wir eine kleine Zeitreise. Nämlich zurück ins Spanien und Italien des 15. Jahrhunderts. Denn von dort stammt überliefert die Chopine. Dort war damals der historische Damenschuh mit Plateausohle gerade der letzte Schrei bei den Damen der feinen Gesellschaft. Die Sohle war schon damals zehn Zentimeter hoch und wurde aus Kork gefertigt. Die Schuhe selber wurden dann mit feinem Ziegenleder oder wertvollem Brokat bezogen.

Besonders in Venedig griffen die Damen zu den extremsten Formen dieses Vorläufers unseres modernen Plateauschuhs: Ihre Chopines waren bis zu 74 Zentimeter hoch. Selbstverständlich konnte man auf diesen stelzenartigen Schuhen nicht mehr alleine laufen. Die Damen wurden daher von Angestellten gestützt. Die Höhe der Schuhe stand dabei stellvertretend für die Höhe der Stellung der Damen in der Gesellschaft.

Doch schon damals zog man in den überzogen hohen Chopinen Schadenfreude auf sich. Shakespeare spottet in Hamlet darüber, wie viel näher …

Schuh ABC: Cone Absatz

 

Absätze gibt es viele, wir erklären heute im Schuh ABC eine Form, die gleich zwei wichtige Eigenschaften vereint: Unglaublich schick und unglaublich bequem. Wir reden vom Cone Absatz.

Ob an Stiefeletten, Sandalen, Pumps oder Stiefeln, der Cone Absatz macht immer eine gute Figur. Seinen Namen hat der Absatz von dem englischen Wort Cone für Kegel. Wenn man hinsieht wird sofort klar warum: Der Absatz läuft nach unten hin kegelförmig zu. Mal schmaler, mal breiter. Dadurch gibt es jedem Schuh ein besonders elegantes Flair. Eine Besonderheit dieses Absatzes ist es, dass er das darauf ruhende Gewicht ganz besonders günstig verteilt. Daher gehören auch hohe Cone Absätze zu den bequemen Absatzformen, im Gegensatz zu Stilettos etwa.

Eine weitere mit dem Cone Absatz verwandte und topaktuelle Form ist der Kitten Absatz. Er ist insgesamt flacher und nicht höher als etwa fünf Zentimeter. Beide Absatzformen kommen in diesem Winter groß raus, denn …

Schuh ABC: Chelsea Boots

 

Manchmal machen Klassiker Karriere, wie z.B. der Chelsea Boot. Der kommt dieses Jahr in modernen Formen und Farben wieder ganz neu raus. Dabei handelt es sich bei dieser Stiefelette um ein besonders klassisches Modell mit Geschichte.

Ursprünglich wurden sie als Reitstiefel entwickelt, unter Königin Victoria von England entwickelte der Schuhmacher Hall sie unter Einsatz des soeben erfundenen Gummis in ihrer bis heute typischen Form. Ihren Namen erhielten die Stifeletten von dem wohlhabenden Stadtteil Chelsea; der Boot war zunächst ein Schuh der Elite. Auch die Königin selber trug in den 1830er Jahren die Stiefel angeblich sehr gerne.

Der Chelsea Boot ist eine knöchelhohe Stiefelette ohne Schnürung. Den Einstieg erleichtern seitliche Gummi-Einsätze. Mitte des letzten Jahrhunderts trugen die Beatles eine modische Form des Boots und verhalfen ihm so zu einem Comeback. Bis heute ist er stilistisch eng mit den alternativen und musikalischen Bewegungen Londons seit den 1960er Jahren verbunden.

Jetzt kommt …

Schuh ABC: Boatschuh

 

Boatshoes oder auch Bootschuhe sind Slipper im Mokassinstil, die eine besondere rutschfeste Gummisohle haben – sie werden auch Deck Shoes genannt. Typischerweise werden sie aus robustem Rindsleder oder Canvas gefertigt, wobei die geölte Ledervariante deutlich wasserdichter ist. Die Sohlen sind meist hell, damit sie auf dem empfindlichen Holzbohlen der Segelboote keine Spuren hinterlassen. Ein spezielles Profil macht sie rutschfest, auch auf feuchten Planken.

 

Erfunden wurden die erfolgreichen Bootsschuhe von dem Amerikaner Paul Sperry aus Conneticut. Im Jahre 1935 beobachtete er, wie sein Cocker Spaniel Prince im Winter über eine Eisfläche lief und keinerlei Probleme mit der glatten Oberfläche hatte. Nachdem er die Aufbau der Pfoten seines Hundes genau unter die Lupe genommen hatte und die filigranen Strukturen in eine Schuhsohle eingeritzt hatte, meldete er seine Erfindung zum Patent an, denn er hatte einen nahezu rutschfreien Schuh entwickelt. Seitdem hat sich der Bootsschuh stets weiter entwickelt und wird …

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